Rabska Torta: Wie sie gebacken wird und wo sie schmeckt
Eine ganze Geschichte in einer Spirale aus Mandeln und Maraschino. Woran man das echte Rezept erkennt und warum das Backen den Meisterinnen gehört.
Die Rabska Torta ist nicht nur ein Dessert – sie ist das komplizierteste Gebäck der Insel und ein echter Geduldstest. Die Geschichte beginnt im Jahr 1177, als Papst Alexander III. vor einem Sturm Schutz auf Rab suchte und die Benediktinerinnen im Kloster St. Andreas ihm den ersten Kuchen aus Mandeln, Maraschino und Zitrone backten, geformt als Spirale – ein Symbol der Ewigkeit.
Das Rezept war jahrhundertelang ein Geheimnis, handschriftlich ohne genaue Mengenangaben festgehalten und nur durch Gefühl und Handarbeit weitergegeben. Der Teig wird hauchdünn wie Spitze ausgerollt, und die Mandeln müssen von Hand blanchiert und gemahlen werden. Traditionell wird er auf einer Hostie gebacken, damit er nicht am Blech kleben bleibt.
das kloster, in dem das rezept entstand
Für das Original lohnt sich das Haus der Rabska Torta in der Altstadt. Dort wird noch nach den alten handwerklichen Regeln gearbeitet. Ein Bissen bringt dir die Süße des lokalen Maraschino und den Duft von Zitronen und Orangen aus Inselgärten.
Nützlicher Hinweis: Iss ihn nicht im Vorbeigehen. Genieße ein Stück bei einem Kaffee oder einem Glas Prošek im Schatten der Altstadt, am besten mit Blick auf die Glockentürme. Die Rabska Torta ist Slow Food – sie braucht Zeit, um genossen zu werden.

